Altos de Cantillana Expediciones & Ecoturismo – Valle de Aculeo – Chile

Aktuell besitzt das Auleogebiet landwirtschaftliches und viehwirtschaftliches Nutzungsrecht, welche aber aufgrund veränderte Landnutzung zugunsten von Wohngebieten und Immobilienprojekten zunehmend abnehmen. Dieser Prozess, begünstigt durch die Nähe zu Santiago, beschleunigt den Verlust des kulturellen Erbes der Region, welches oftmals noch nicht erfasst wurde und nur von kleinen, meist älteren, Personengruppen gefplegt wird. Deswegen ist es dringend, dieses kulturelle Erbe anzuerkennen und aufzuwerten. Unser Unternehmen unterstützt dieses Ziel, zusammen mit anderen Einrichtungen wie ACULEUFU, Köperschaft zur Entwicklung der Kultur und des überlieferten Erbes von Aculeo.

Zu beobachten ist eine kulturellen Verschmelzung, eine Criolla-Kultur, mit starken spanischen Einflüssen und eigenen Charakteristika, manche einzig in der Region anzutreffen.

Die Aculeokultur ist sehr ausdruckssreich, was vor allem in im Handwerk von Alltagsgegenständen zu tragen kommt. So manches Handwerk wie Töpferei und diverse Arten der Korbflechtkunst sind bereits ausgestorben oder auf dem Wege dahin. Oftmals stammen die Traditionen von typischen bäuerlichen Aktivitäten, wie der Trillas (Dreschen), Rodeos, Domaduras (das Zähmen von Tieren), Arriadas (Viehtrieb) und Cosechas (Ernten). Die meisten erhaltenen Traditionen sind religiösen Charakters, wie La Novena del Niño Díos, die Fiesta del Carmen und das Cruz de Mayo, haben aber in den letzten Jahren an Zuspruch verloren. Letztere Traditionen sind lebender Ausdruck des Gesangs an das Menschliche und an das Göttliche.

Die traditionelle lokale Architektur basiert auf Bauweisen der Region Zentralchiles, erbaut mit Lehmziegeln (Adobe und/ oder Adobillo) und Holz. Weitere Besonderheiten sind Korredore, die als Zwischenräume dienen, Dächer aus handgefertigten Tonziegeln, etc.

Unter den Bauwerken treten besonders hervor die Casa Patronal de Pintué, die Iglesia de Pintué, die Capilla de Rangue und de Casa Esquina des ehemaligen Grossgrundbesitzes Rangue. Die beiden letzten wurden durch den Consejo de Monumentos Nacionales zu “Historischen Monumenten” erklärt. Die Auswirkung des letzten Erdbebens am 27. Februar 2010 waren für das ländliche Erbe verheerend, von dem vieles für immer verloren ist.

 
 
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