Altos de Cantillana Expediciones & Ecoturismo – Valle de Aculeo – Chile

Das 70 km westlich von Santiago gelegene Aculeogebiet zeichnet sich durch seine Bedeutung in der Geschichte Chiles aus. Bereits 1585 wurde es erwähnt als ein markantes Siedlungsgebiet, wenngleich es seit dem 18. Jahrhundert an demographischem Wert eingebüsst hat. Die Erforschung ist nicht einfach, da systematische und verlässliche historische Quellen schwer zu lokalisieren sind.

Der Name Aculeo stammt etymologisch aus dem Mapadungún (Sprache der Mapuche-Indianer) “ACUÑ-LEUFU” und bedeutet ORT AN DEM WASSER ZUSAMMENFLIESSEN. Im Aculeotal haben sich Spuren von drei präkolumbischen Kulturen gefunden: Der Kultur der Llolleo, welche die älteste ist, die Mapuchekultur und die Inkakultur. Die beiden letzten repräsentieren die ersten eingewanderten Kolonialstämme.

Acuelo war bereits 1585 eine der 29 in Chile existierenden “Indio-Doktrin” oder wissenschaftlicher Mittelpunkte. In den stark besiedelten Zonen wurden sie jedoch bald durch die Missionen ersetzt, die der indianischen Bevölkerung eine besondere pastorale Aufmerksamkeit widmeten.

Dank seiner Heirat mit Catalina Ortiz de Elguea wird D. Ignacio de la Carrera Iturgoyen 1662 Besitzer der Hacienda de Aculeo. Er ist der Grossvater der “los Carrera”, den Federführern der chilenischen Unabhängigkeitsbewegung, von denen einige in der Region ansässig blieben.

Ungefähr im Jahre 1830 ersteht die Familie Letelier die Hacienda de Aculeo aus den Händen der Larraín-Gandarillas. Ihre Nachkommen und die ihres Dienstpersonals besiedeln bis heute die Region und erhalten die Geschichte der letzten 180 Jahre wach im kollektiven Gedächtnis.

Seit damals wurde die Hacienda hauptsächlich zur Landwirtschaft und Viehaltung genutzt, mit kleinen Enklaven für Bergbau. All dies sind Beschäftigungen, die die Kultur und Traditionen der Bewohner des Tales prägten.

 
 
Empresas Relacionadas